Rezension: Wer wenn nicht du?

u1_978-3-8105-3049-3.jpgVerlag: S. Fischer
Autor: Paige Toon
Titel: Wer wenn nicht du?
Seiten: 400

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Inhalt:

Was tust du, wenn dein Herz nicht weiter weiß?

Dieser Tag ist für Amber der reinste Horror: Erst hat sie sich wieder einmal mit ihrem Ehemann Ned gestritten, dann verliert sie auch noch ihren Job. Und dann der Anruf: Ihr Vater in Australien hatte einen Herzinfarkt. Amber fliegt sofort von London nach Hause. Durch Zufall trifft sie dort Ethan wieder, ihre erste große – heimliche – Liebe. Amber merkt, dass sie den gutaussehenden Mann mit den strahlend grünen Augen nie wirklich vergessen hat. Ethan geht es mit ihr ähnlich. Und was jetzt?


Fazit:

In letzter Zeit ging Doris das kleine Mädchen einfach nicht mehr aus dem Kopf. Natürlich hatte sie nach dem Unfall oft an sie gedacht, doch das war sechsundzwanzig Jahre her, und nun war Doris, über neunzig und hatte Jahrzehnte von anderen Erinnerungen, auf die sie zurückgreifen konnte.

Der Prolog ist ziemlich undurchsichtig, schürt erste Andeutungen und sorgt für einen angenehmen Einstieg in das Buch. Bei der eigentlichen Geschichte „Wer wenn nicht du?“ muss ich zugeben, dass ich leicht voreingenommen gewesen bin. Ich habe gedacht, dass man am Anfang des Buch eine erfolgreiche und strahlende Story über Amber hört, die dann nach und nach zum Scheitern verurteilt ist. Doch es ist ganz anders gekommen als erwartet. Schonungslos wird Amber direkt zu Beginn in das ganze Unglück gestürzt. Sie wird entlassen, die Streitereien mit dem Freund werden deutlich und ihr Vater hat einen Schlaganfall!

Ich finde es immer gut zu sehen, wenn ein Buch es schafft, die eigenen Erwartungen zu zerstören und neue aufzubauen. Aber nicht nur das hat mich direkt an das Buch gefesselt, sondern auch die dramatische Unglücksgeschichte von Amber. Kennt ihr das, wenn etwas so verhängnisvoll ist, dass man einfach nicht weggucken kann? Genau das ist hier der Fall, da möchte man einfach mehr über die Ereignisse erfahren. Allerdings lässt das Beziehungsaus noch etwas auf sich warten, sodass man immer an der Story dran bleibt.

Als sie dann von England aus nachhause, nach Australien reist, um ihren Vater zu besuchen trifft sie dann Ethan, in den sie früher heimlich verliebt gewesen ist, und sie stellt fest, dass sie immer noch Gefühle für ihn hat. Zur gleichen Zeit reist Ned mit seiner Chefin Zara geschäftlich nach New York. Natürlich geschäftlich! Bei diesem Buch wird man gefühlsmäßig ziemlich durchwühlt, was sehr schön und sehr angenehm in diesen heißen Tagen ist.

Jedoch sind mir zwischendrin ein paar Logikfehler aufgefallen. Z.B. zu Beginn des Buches ist Ned mit seinem Boss in einer Bar etwas trinken und Seiten später redet Amber dann mit Ned über seine Chefin. Allerdings muss man Paige Toon zu gute halten, dass sie dann doch noch die Kurve kriegt und diese Fehler elegant wegschreibt. So ist zwar der Gedanke eines Logikfehlers zu Beginn da, aber er schwindet mit den Seiten wieder.

Für mich ist „Wer wenn nicht du?“ eine schöne Sommerlektüre, die ich gerne weiterempfehle. Der Schreibstil ist flüssig und sehr bildhaft, die Charaktere sind mitfühlend und machen Lust auf mehr und die Geschichte bietet großen Konfliktpotenzial!


Kommentar:

614s8KEbxOL._SY200_Paige Toon wurde 1975 geboren. Als Tochter eines Rennfahrers wuchs sie in Australien, England und Amerika auf. Sieben Jahre lang arbeitete sie als Redakteurin beim Magazin »Heat«. Paige Toon ist verheiratet und lebt mit ihrer Familie in London.

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