Rezension: Das Leben, das wir begraben

51hx5GjL0SL.jpgVerlag: Festa
Autor: Allen Eskens
Titel: Das Leben, das wir begraben
Seiten: 414

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Inhalt:

»Wenn das Schicksal mir damals wirklich ins Ohr geflüstert hätte – wenn ich gewusst hätte, dass dieser Besuch so viele Dinge ändern würde – hätte ich dann einen sichereren Weg gewählt? Wäre ich links abgebogen, wo ich rechts abgebogen bin?«

Der Student Joe Talbert muss fürs College mit einem völlig Fremden ein Interview führen. Dafür sucht er in einem Pflegeheim nach der passenden Person und trifft auf den krebskranken, im Sterben liegenden Carl Iverson.
Doch Iverson ist kein harmloser alter Mann. Er ist ein verurteilter Mörder. Vor 30 Jahren soll er ein Mädchen missbraucht, umgebracht und in seinem Schuppen verbrannt haben. Nach einigen Gesprächen erkennt Joe, dass etwas an dem grausamen Mordfall nicht stimmt. Es gibt zu viele Widersprüche. Joe überkommt eine regelrechte Besessenheit, die Wahrheit herauszufinden … Doch das könnte seinen eigenen Tod bedeuten!


Fazit:

Ich erinnere mich noch, dass ich von einem Gefühl der Furcht geplagt wurde, als ich an jenem Tag zu meinem Wagen ging. Niedergedrückt von Wellen düsterer Vorahnungen, die in meinem Kopf herum wirbelten und sich am Abendhimmel brachen.

Ok, WoW! Von Anfang an baut Allen Eskens eine tolle Atmosphäre in dieser Geschichte auf. Todtraurige Stimmung, die mit einer malerischer Erzählung erzeugt wird. Tolle Charaktere, die durch ihre zerstörte Familie sehr tiefgründig gezeichnet wurden. Die Story dreht sich um Joe Talbert, der einen autistischen Bruder hat und eine Mutter, die sich gerne vergnügt, trinkt und sich gewaltsam bei ihren Söhnen auslässt. So ist es kein Wunder, dass Joe irgendwann flüchtet und sich auf sein Studium konzentrieren bzw. sich auf die Suche nach der Wahrheit über den Mord an einem Mädchen begeben möchte! Es bleibt einem kaum etwas anderes übrig als mit ihm mitzufühlen.

Dieser Thriller entwickelt seine Spannung erst sehr langsam und auch später ist sie zwar auf einem angenehmen Niveau, jedoch nicht zu rasant. Meiner Meinung nach lebt diese Geschichte mehr von seiner eindringlichen Gefühlswelt. Was ist wahr und was ist gefaked? Man rätselt während dem Lesen mit und kommt auch ziemlich schnell auf die Lösung. Doch trotzdem packen einen die Ereignisse ziemlich sehr, da sie mitfühlend beschrieben werden! Ruhig und fesselnd!

Was mich ebenso fasziniert, ist das Gesamtkonzept des Buches. Das Cover finde ich absolut gelungen. Das traurig, nachdenkliche Mädchen wirkt auf mich anziehend und lässt mich kaum noch los. Das Buch hat einen tollen Platz in meinem Regal gefunden, ich möchte es am Liebsten sofort wieder in die Hand nehmen und erneut lesen. Auch der Klappentext und der Inhalt harmonieren wunderbar miteinander!

Aber auch ein kurzes Lob an Claudia Rapp darf hier nicht fehlen. Sie hat das Buch sehr gut ins Deutsche übersetzt, sodass die Lesefaszination gegeben ist! Abschließend kann ich sagen, dass man diese Geschichte definitiv lesen sollte! „Das Leben, das wir begraben“ ist in meinen Augen ein einzigartiger Thriller, der durch seine Lesewelt überzeugt! Bisher ist mir sehr selten ein Buch untergekommen, dass derartig tiefgründig ist! Deepness overload!


Kommentar:

71QbS7Yf0TL._UX250_Allen Eskens ist der Bestseller-Autor von „The Life We Bury“ und weiteren Thrillern. Er arbeitet als Anwalt in der Strafverteidigung in Minnesota.

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