Rezension: Das verborgene Spiel

Hintergrund:

Mich hat es erneut auf die Seite der Verlagsgruppe Random House Bertelsmann getrieben. Auf der Suche nach einer lockeren und verzaubernden Geschichte habe ich mich durch die unterschiedlichsten Bücher geklickt.

Die Verlagsgruppe Bertelsmann in München heißt seit 2001 Verlagsgruppe Random House. Sie konnte in Deutschland 2003 durch die Akquisition des Heyne Verlags und 2005 durch den Zukauf der Verlage DVA, Manesse und Kösel wachsen.

Als ich das Buch „Das verborgene Spiel“ entdeckt habe, hat mich das Cover im Winterstil mit dem Vogel und der roten verschnörkelten Schrift angezogen. Da ich ein großer Freund der Kunst bin, hat mich der Klappentext mit dem Thema Schauspielerei und Mord angesprochen und ich konnte nicht anders als mich für das Buch zu entscheiden.

Inhalt:

51uyIKezyOL._SX325_BO1,204,203,200_Sieben Freunde. Rücksichtsloser Ehrgeiz. Ein geheimnisvoller Todesfall.

Oliver Marks bekommt immer nur die Nebenrollen. Trotzdem ist der junge Schauspieler glücklich am renommierten Dellecher College, einer abgeschiedenen Welt mit flackernden Kaminfeuern und ledergebundenen Büchern. Die sieben Studenten seines Jahrgangs sind eine eingeschworene Gemeinschaft, besessen von der Schauspielerei und von Shakespeare. Die Typen, die sie auf der Bühne verkörpern, legen sie auch privat nicht ab: Mitläufer, Verführerin, Held. Der charismatische Richard gibt die unberechenbaren Tyrannen. Doch eines Tages treibt einer der Freunde tot im Collegesee. Die anderen stehen vor einer schwierigen Wahl: Sollen sie der Wahrheit ins Auge sehen oder weiter gegen sie anspielen?

Fazit:

Die Hände mit Handschellen an den Tisch gefesselt, sitze ich da und denke: Wärs ’s mir nicht versagt / Die Schauer meines Kerkers zu enthülln / So könnt ich Kund tun, dern schwächstes Wort / Die Seele dir zerfräß

Eine eingeschworene Gruppe von 7 Personen studieren an einer Kunsthochschule im 4 Semester Schauspielerei. Dabei ist die Hochschule auf die Werke von Shakespare spezialisiert. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass alle Studenten fast jede Zeile von Shakespare auswendig können. In jede Unterhaltung fließen immer wieder Zitate des Künstlers ein. Auch die Aufmachung des Romanes ähnelt dem eines Theaterstückes sehr. Aufgeteilt in die klassischen 5 Akte eines Dramas mit verschiedenen Szenen.

Zu Beginn des Buches lernt man Oliver kennen, der gerade aus dem Gefängnis entlassen wird. Er saß 10 Jahre für ein ungenanntes Verbrechen, dass er vielleicht überhaupt nicht begangen hat. Zumindest glaubt das der ermittlende Polizist, der ihn immer wieder im Gefängnis besucht hat. Nun, wo Oliver wieder auf freiem Fuß ist, ist er bereit die Wahrheit über die Tat zu erzählen.

Beim Lesen der ersten Seiten hatte ich leichte Schwierigkeiten mich an die szenischen Darstellungen mit den Verflechtungen der Shakesparezitaten zu gewöhnen. Doch nachdem ich tiefer im Roman angekommen war, konnte mich die Geschichte mit ihrem lockeren Charme überzeugen.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Oliver in ihrem ganz eigenen Tempo erzählt. Und die 7 Studenten verkörpern ein klassiches Ensamble. Es gibt den Helden, den Bösewicht, die Verführerin, die Naive und den Mitläufer. Dabei hat es mir große Freude bereitet die einzelnen Charaktere zu entdecken.

Auch wenn ich die Theaterstücke wie „König Lear“, „MacBeth“ oder „Julius Cäsar“ nicht kenne, war dies kein all zu großes Hindernis beim Lesen. Trotzdem denke ich, dass sich ein Kenner der Stücke besser mit diesem Buch identifizieren kann. Wenn man aber nicht abgeneigt ist und sich auch auf die Zitate von Shakespare einlässt, bekommt man einen lockeren und unterhalsamen Roman geboten!

Kommentar:

M. L. Rio hat zwei große Leidenschaften: Schriftstellerei und Theater. Sie schnupperte über zehn Jahre als Schauspielerin, Regisseurin und Produzentin Theaterluft und hat am Londoner King’s College einen Master in Shakespeare Studies erworben. »Das verborgene Spiel« ist ihr Debüt.

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