Rezension: Die Lichter von Paris

Hintergrund:

Jeder von uns träumt! Andere nur im Schlaf, andere auch tagsüber. Zufällig bin ich beim Stöbern auf der Homepage des Insel-Verlages über das Buch „Die Lichter von Paris“ gestoßen. Doch was darf man aus diesem Verlag erwarten?

»Der Insel Verlag ist mit der Zeit gegangen, ohne sein Programm von schnellebigen Moden abhängig zu machen. Er ist seinen Vorgaben treu geblieben: Klassische und moderne Literatur zu veröffentlichen, anspruchsvoll und zugleich von breiter Wirkung, nach Inhalt und Ausstattung.«
Siegfried Unseld

Und wieso habe ich mich ausgerechnet für dieses Buch entschieden? Zum Einen, weil ich das Cover mit der jungen Frau am Geländer anziehend finde. Und zum Anderen, weil der Klappentext eine malerische Geschichte verspricht.

Inhalt:

36304.jpgNach außen scheint alles perfekt. Madeleine ist mit einem erfolgreichen Geschäftsmann verheiratet, sie hat ein schönes Zuhause in Chicago und keine finanziellen Sorgen. Dennoch ist sie nicht glücklich: Wie schon ihre Mutter und ihre Großmutter ist sie gefangen in einem Leben, das aus gesellschaftlichen Verpflichtungen besteht; die eigenen Träume sind auf der Strecke geblieben.

Als Madeleine eines Tages auf dem Dachboden ihres Elternhauses die Tagebücher ihrer Großmutter entdeckt, erfährt sie Unglaubliches: Die strenge, stets auf Etikette bedachte Großmutter Margie war einst eine lebenslustige junge Frau, die der Enge des Elternhauses nach Europa ins wilde Paris der 20er Jahre entfloh, um frei und unabhängig als Schriftstellerin zu leben. Dort verliebte sie sich in einen charismatischen jungen Künstler und verbrachte einen glücklichen Sommer in der Pariser Boheme …

Von Margies Geschichte ermutigt, fasst sich Madeleine endlich ein Herz, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen …

Fazit:

Ich hatte mir nicht vorgenommen, mir selbst fremd zu werden. Das tut eigentlich niemand. Niemand wirft das Altvertraute über Bord und krempelt sein Leben auf einem Schlag um.

Es mag zwar eher ein Zufall sein, aber für mich ist es ein gelungener Einstieg, der mich dirket anspricht. Liegt vielleicht auch daran, dass ich selber durch einen starken Veränderungsprozess gegangen bin und mich deshalb direkt in das Buch hinein denken kann.

Auch der Hauptteil und der Schluss dieser Story werden einfach nicht weniger interessant. Es ist ein gelungenes Buch über Familienzwänge und Selbstbestimmung. Permanent sitze ich mit einem Schmunzeln vor dem Buch und erkenne irgendwo mich selber wieder. Ja, fast schon gruselig.

Die Charaktere sind so liebvoll und überzeugt ausgearbeitet, dass es einem schon fast unmöglich erscheint, das Buch zur Seite zu legen. Auch wenn die Geschichte im Sommer spielt, ist es perfekt für die kalte Jahreszeit!

Aber auch die Beschreibungen der Umgebung in Paris sind treffend formuliert. Da ich selber schon oft dort gewesen bin, konnte ich mir die Orte sehr gut vorstellen! Ich möchte gar nicht näher auf den Inhalt eingehen, da sich jeder lieber selbst ein Bild des Buches machen soll! Es lohnt sich!

Kommentar:

Eleanor Brown hat einen MA-Abschluss in Literatur und lebt in Denver, Colorado. Ihre Texte und Geschichten wurden in zahlreichen Anthologien, Magazinen und Literaturzeitschriften veröffentlicht. Die Shakespeare-Schwestern war ihr erster Roman, der sich auf Anhieb zum New York Times-Bestseller entwickelte.

Christel Dormagen, geboren 1943 in Hamburg, studierte Anglistik und Germanistik. Sie ist Übersetzerin für angelsächsische Literatur und außerdem als Journalistin für Rundfunk und Printmedien tätig. Christel Dormagen lebt in Berlin.

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