Rezension: Der Nebeltanz

Hintergrund:

Der liebe Mainbookverlag ist dieses Mal mit einem sehr tollem Buch auf mich zugekommen. Darüber habe ich mich überaus gefreut. Vor allem, weil ich schon eine ganze Weile Auge auf das Buch gemacht habe, bevor es überhaupt heraus kam.

Doch was erwarte ich von dem Buch „Nebeltanz„? Zum einen erwarte ich von einem Krimi aus Frankfurt genaue Beschreibungen von der Umgebung. Aber auch vom Klappentext her, etwas politisches, da ein Rächer pädophile Männer jagt. Ich bin gespannt!

Inhalt:

189.763Jolanda, Tochter von Staatsanwalt Volker Schilling, mit dem die Frankfurter Hauptkommissarin Jessica Steinfels seit Jahren eng zusammenarbeitet, wurde vergewaltigt und mit eingeschlagenem Schädel tot im Grüneburgpark aufgefunden. Jessica schwört ihm, Jolandas Mörder zu finden. Doch bevor sie ihr Versprechen einlösen kann, erhält sie die an sie persönlich gerichtete anonyme Ankündigung eines Mordes. Was zunächst wie ein übler Scherz wirkt, entpuppt sich als Auftakt einer brutalen Mordserie, bei der der Täter fast täglich ein neues Opfer hinrichtet. Jessicas Ermittlungen führen sie nicht nur tief in die Vergangenheit von Täter und Opfern, sie offenbaren auch Abgründe, die schier unglaublich sind – und die sie auf eine Spur führen, von der sie sich wünscht, sie niemals entdeckt zu haben.

Fazit:

Das Buch beginnt mit einem, in meinem Augen, sehr tollem Zitat:

Hoffnung
sieht das Unsichtbare,
fühlt das Unfassbare
und erzielt das Unerklärliche

Und dann beginnt auch schon der schaurige Krimi:

Prügel von den Lehrer, Kakerlaken im Essen, Fliegen im Pudding, Ekel, Abscheu und Angst sind meine ständigen Begleiter.

Am Anfang wird man gleich mit einer sehr schaurigen Tat bedient, die einen dermaßen tief in sein Bann zieht, dass einem nichts anderes übrig bleibt als weiter zu lesen. Dabei werden die Geschehnisse aus der Rückblende so authentisch und grausam erzählt. Man ekelt sich vor der Tat und kann es während des Lesens gar nicht fassen, was da gerade passiert.

Nach dieser Rückblende geht es weiter im Jahr 2016. Dabei begleiten wir die Protagonistin der Geschichte rund um die Geschehnisse am Frankfurter Hauptbahnhof. Dabei werden meine Erwartungen voll erfüllt. Die Beschreibungen der Gegend sind wirklich sehr zutreffend!

Ebenso wird man als Leser, im positiven Sinne, dazu gezwungen sich eine Meinung zu dem Thema Rache zu machen! Es hat mich schon sehr über recht und unrecht nachdenken lassen. Und ich kann durchaus die Hintergründe für die Morde verstehen. Trotzdem bleibt es auch irgendwo Selbstjustiz.

Bei dieser Geschichte handelt es sich für mich nicht um einen 0815 Krimi, sondern mehr um eine Story, die über den standardmäßigen Inhalt hinaus geht! Durchaus eine Empfehlung wert und ich werde des definitiv in geraumer Zeit erneut lesen!

Kommentar:

Carola Sieglinde Ossig wurde 1964 in Offenbach geboren und widmet sich, nach einem kaufmännisch geprägten Berufsweg, seit 2016 nur noch dem Schreiben. Angeregt durch Abschnitte ihrer Berufserfahrung hat sich Carola S. Ossig mit den Abgründen der menschlichen Psyche näher befasst und lässt dieses Wissen in ihre Werke einfließen. Sie lebt mit ihrem Mann in Hessen und ist Mut-ter eines erwachsenen Sohnes. Carola S. Ossig ist Mitglied der „Mörderischen Schwestern, Vereinigung deutschsprachiger Krimi-autorinnen e.V.“ Bisherige Veröffentlichungen: „Besondere Tage wie diese“ (Kurzgeschichten, 2014). „36, attraktiv, sucht“ (Liebes-geschichte mit Tiefgang, 2015). „Nebeltanz“ ist ihr Krimi-Debüt. Homepage: http://www.carola-s-ossig.de

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1 Kommentar zu „Rezension: Der Nebeltanz

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