Kreatives: Eine Geschichte von Katharina und Elias

Hintergrund:

Mit der lieben Katharina von Schmökerstunde pflege ich seit geraumer Zeit regen Austausch. Wir blödeln ziemlich viel herum und diskutieren so ziemlich über alles. Da ich für diesen Monat noch eine tolle Aktion machen wollte, habe ich mit ihr hin und her überlegt, was man machen kann. Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass wir eine kreative Geschichte schreiben. Dabei haben wir uns einen Satz aus der Mitte der Geschichte ausgedacht, an dem wir uns orientieren können. Sie hat den Anfang der Story geschrieben und ich den Schluss, an dem mittleren Satz haben wir uns dann getroffen. Total witzig was da anstanden ist, aber seht selber!

 

Die Story

 

Der Bass schlägt im gleichen Rhythmus wie seine Füße den gepflasterten Weg im Park. „Well now I guess I should’ve listened“, ja, denkt er sich jetzt, hätte er mal lieber auf sie gehört, dann wäre vielleicht alles ganz anders gelaufen. Wie konnte es soweit kommen, dass er erst nach vier Jahren Beziehung gemerkt hat welche Art von Frau sie ist? Nie hatte es Streit gegeben. Nie hat sie sich beschwert. Es gab keine Anzeichen dafür, dass sie nicht zufrieden war mit der Beziehung. Dann hat sie sein Handy durchsucht, seine Klamotten nach fremdem Geruch abgeschnüffelt, hat sich bei ihm auf der Arbeit einquartiert und ihn sogar eingesperrt. Doch das ist Geschichte. Das ist schon einige Wochen her. Darüber sollte er sich keine Gedanken mehr machen. Er schüttelt den Kopf um die Gedanken loszuwerden und schaut sich um. Familien sitzen auf Decken im Gras und spielen, ein paar Jugendliche spielen Fußball in der Abendsonne und auf den Bänken im Schatten lassen sich sogar frisch Verliebte entdecken. Ist das…? Nein, er sieht Gespenster. Schließlich ist die einstweilige Verfügung erwirkt worden und sie hat eine Therapie angefangen. Scheiße, jetzt glaubt er auch noch ihr Parfum zu riechen. Nur zur Sicherheit sieht er sich unauffällig um, kann jedoch nichts entdecken. Doch als sich ihm dann auch noch die Nackenhaare aufstellen joggt er aus dem Park heraus und nimmt Abzweigungen die er sonst nicht nimmt. Dann bleibt er stehen. Während sich sein Atem langsam wieder beruhigt, schaut er sich um. Weit kommt er nicht, weil sich etwas in seinen Rücken rammt. „Deine Kondition war auch schon mal besser, Süßer. Kommt wohl davon, wenn man zwischen so vielen Schlampen pendelt. Was für ein Glück, dass ich dich ohne Begleitung angetroffen habe.“, ein weiteres Stechen in seinem Rücken. Ihr Atem streicht über seinen Nacken. Er kann ihren Ärger, ihre Erregung, ihre Freude förmlich spüren.„Es wird Zeit, dass du für mein Leid bezahlst. Hast du gar nichts dazu zu sagen? Gibst du es endlich zu? Betrogen hast du mich!“, sie zieht das Messer raus und er geht sofort in die Knie…
…Schreie, Gejammere und verzweifeltes Wimmer in der schönsten Sommernacht. Plötzlich ein greller Blitz am Himmel. Ein flammender Meteor stürzt zur Erde…
…Saskia wird auf einmal von irgendjemanden mit den verstummenden Worten „Pass auf Sasi!“ niedergerissen. Es ist Tom, ihr Ex-Freund. Und dann schlägt der Meteor auch schon 7 Meter neben ihnen ein. Es gibt ein lautes Krachen, wie bei einer Brückensprengung. Dann stille! Nach dem sich die Situation wieder etwas beruhigt hat, richtet sich Tom auf und fragt vorsichtig „Saskia, geht es dir gut – hast du etwas abbekommen?“. Sie ist vollkommen perplex und überfordert mit Situation. Tom hat sie eigentlich gerade vor einer Stunde verlassen und sie wollte eigentlich nur alleine sein, sich langsam und genüsslich mit einem Drogencocktail von der Welt verabschieden. Ein Leben ohne ihn hat einfach keinen Sinn! „Schatz…“ fängt er an. „ Was Schatz, Tom!?  Du hast mich verlassenen, ich bin nicht mehr dein Schatz! Was machst du überhaupt hier und wie hast du mich gefunden?“. Er probiert zu erklären „Mein Dealer, Kevin, hat mich gerade angerufen und mir erzählt, dass du dir eine äußerst große Menge der unterschiedlichsten Drogen….“ Saskia unterbricht ihn „Ja, hast du die Nachrichten im Fernsehen nicht gesehen? Die Welt geht sowieso unter…“

Plötzlich hört man wie aus dem Nichts einen Wecker, so laut und so penetrant!
Tom erwacht schreiend aus seinem Traum und steht hellwach und gerade wie eine Kerze in seinem Bett. Kurz denkt er sich „Alter! Wie krank bist du eigentlich?“.

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