Rezension: Trumpeltiere und Merkelwürdige Geschichten

Hintergrund:

Die liebe Autorin Brigitte Kremer hat mich gefragt, ob ich ihr Buch „Trumpeltiere und andere Merkelwürdige Geschichten“ nicht mal etwas genauer unter die Lupe nehmen möchte. Als ich dann in ihrer E-Mail auch noch gelesen habe, dass sie all ihre Erlöse an obdachlose Jugendliche in Karlsruhe spendet, da blieb mir nichts anderes übrig als das Buch zu lesen und zu rezensieren.

Aber auch das Cover mit der typischen Merkelraute und der selbstironische Titel konnten mich überzeugen. Hier wurden bereits die zwei bekanntesten Politiker ziemlich aufs Korn genommen.

Inhalt:

trumpeltiere-und-merkelwuerdige-geschichten_9783743954366.jpgPROVOKANT – GEWAGT – KONSTRUKTIV – IDEENREICH …
Der erste Teil des Buches erzählt Alltagsgeschichten von nebenan, Konfrontation mit unserer Bürokratie, formuliert als offenen Brief an Frau Merkel. Gespickt mit nachvollziehbaren Emotionen enthält das Buch auch eine unterhaltsame Analyse, welche Veränderungsprozesse diese Geschichten bei Politikern auslösen könnten. Mal angenommen, sie würden das Buch lesen!
Der zweite Teil ist eine fiktive Geschichte. Nehmen wir mal an, die Kanzlerin würde diesen offenen Brief tatsächlich bekommen. Sie nähme sich die Zeit, ihn aufmerksam zu lesen und würde sich empathisch den einzelnen Schicksalen widmen … „Nehmen wir mal an!“
Humorvoll und sensibel erzählt. An der ein oder anderen Stelle etwas populistisch, vielleicht auch leicht polemisch, manchmal auch vorwurfsvoll aber authentisch. Denn die Grundlagen der Erzählungen sind reell – die Protagonisten haben die beschriebenen Ereignisse tatsächlich erlebt.

Fazit:

Tja, Politik meine Freunde! In meinen Augen ist das wirklich ein sehr schwieriges Thema, gerade bei Jugendlichen. Und ich hatte die Befürchtung, dass mir das Buch eher weniger zusagen wird. Ich hatte Sorgen, dass es vielleicht etwas zu trocken und langweilig wird. Doch ich wurde eines Besseren belehrt.

Yes we can! Oder besser noch: Wir schaffen das!

Ich selber muss gerade mit meinen 21 Jahren anfangen mein Leben selber zu organisieren. Erste eigene Wohnung anmelden, Berufsausbildungsbeihilfe beantragen und und und. Die Autorin spricht mir schon direkt von Anfang an aus der Seele. Ich konnte mich selber dabei erwischen, wie ich wieder innerlich fluchend an die ach so schöne Bürokratie denken musste.

Aus dem Grund finde ich gerade das Buch für meine Altersgruppe ziemlich passend und zutreffen. Ich konnte mich richtig gut in dem Buch wiederfinden und Brigitte Kremer beschreibt alles sehr vereinfacht, sodass man am Ende nicht frustriert ist, weil man nichts verstanden hat. Für mich ist das Politik zum Anfassen.

Die fiktive Geschichte wird aus der neutralen Perspektive erzählt, sodass man sich sehr gut eine eigenständige Meinung über die Gefühlswelt der Protagonisten bilden kann. Der Erzählstil ist sehr simpel und sehr Alltagssprachlich gehalten, sodass man es sich in der Story so richtig schön gemütlich machen kann. Ebenso hat die Geschichte ein sehr schönes und überraschendes Ende, sodass man das Buch mit einem positiven Gedanken zur Seite legen kann.

Insgesamt ist das Buch für mich ein gelungenes Werk! Der Titel und das Cover harmonieren wunderbar mit dem Inhalt und man erwischt sich immer wieder beim schmunzeln oder gar beim hemmungslosem Lachen! Jedoch gibt es kleine Abzüge in der B-Note. Mir persönlich fehlt am Ende noch eine Quellenangabe, sodass man sämtliche Zahlen und Fakten nachvollziehen kann.

Kommentar:

Brigitte Kremer wird 1963 in Memmingen geboren. Zwanzig Jahre wirkt sie in ihrer Heimatstadt als Jugendgruppenleiterin und Musikerin, wobei sie selber auf der Bühne steht und später im Musikmanagement arbeitet. Schon früh beschäftigt sie sich mit der Komposition eines eigenen Liederbuches.

Das Erbe im Ententeich ist Brigitte Kremers erster Roman und beschreibt die Geschichte einer Familie aus Memmingen.

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