Rezension: Das Jahr der Wölfe

Hintergrund:

Die Selfpublisherin Gudrun Heller hat mich gefragt, ob ich ihr Buch „Das Jahr der Wölfe“ nicht lesen und rezensieren möchte. Ich komme dem sehr gerne nach, denn auch selbstständige Autoren haben es verdient gelesen zu werden. Wer weiß?, vielleicht liegen in den Händen der unabhängigen Autoren die wahren Schätze. Für mich ist es auf jeden Fall eine große Freude sie unterstützen zu können.

Inhalt:

Das Jahr der Wölfe, BuchcoverSo hat sich das der kanadische Tierfilmer und Wolfsexperte Tom Smith nicht vorgestellt: Als er von der schleswig-holsteinischen Regierung mit der Auswilderung eines Rudels Wölfe beauftragt wird, hat er wohl damit gerechnet, die Bevölkerung noch für sein Vorhaben gewinnen zu müssen. Aber dass der Widerstand derart groß ist, überrascht ihn. Zwar gewinnt er die Freundschaft von Amelie Nissen und ihres zehnjährigen Jungen Lars, der ihn bald begeistert bei seiner Arbeit mit den Wölfen begleitet. Aber als ein Wolf während eines Schneesturms aus dem Gehege ausbricht, eskaliert die Situation …

 

 

Fazit:

Fangen wir zuerst mit der Struktur des Buches und mit dem Cover an. Das Cover ist recht simpel gestaltet und der Schriftzug „Das Jahr der Wölfe“ wirkt auf mich etwas verspielt, jedoch liegt in dieser Einfachheit alles Notwendige für den Inhalt des Buches. Das Bild und der Titel passen gut zusammen und spiegeln den Klappentext gut wieder.

Blätter man das Buch auf, wird man zuerst mit einem kleinen Gedicht überrascht. Hier ein kleiner Auszug:

Ich bin der, den sie Wolf nennen
und der durch Wälder und Berge läuft,
manchmal auf der Suche nach neuer Beute,
deren Geruch der Wind in meine Nase treibt.

Mir hat dieses Gedicht gut gefallen und es macht Lust mehr über das Buch zu erfahren. Ich persönlich habe vorher noch kein Buch lesen dürfen, das so startet. Oftmals findet man nur ein Vorwort oder man startet direkt in die eigentliche Geschichte.

Anschließend findet man das Inhaltsverzeichnis. Das Buch ist insgesamt in vier Kapitel, sowie mit einem Nachwort und Anhang auf 207 Seiten gegliedert. Ich habe mir darauf hin zuerst den Anhang angeschaut. Und hier merkt man echt, dass die Autorin sich perfekt auf das Buch vorbereitet hat und sich thematisch sehr gut auskennt.

Nun aber zum Inhalt:

Das Buch startet mit dem Satz:

Natürlich kannte er das Märchen von Rotkäppchen und dem bösen Wolf.
Wer nicht?

Bei diesem Einstieg musste ich direkt schmunzeln. Natürlich kenne auch ich das Märchen von Rotkäppchen und dem bösen Wolf. Für mich ist das ein gelungener Start in das Buch.

Die Geschichte ließt sich insgesamt sehr gut und man kann das Buch gut in einem Rutsch durchlesen. Der Schreibstil der Autorin ist locker und bringt immer wieder frischen Wind in die Story. Ebenso ist ihr die Abstraktion zwischen Erzähler und den Charakteren gelungen und die geschilderten Orte in Niedersachen sind toll beschrieben. (Ich komme ursprünglich selber aus Niedersachen und konnte mich direkt an die Orte erinnern.).

Für mich ist das Buch ein abgerundetes Ding. Am Ende das Buches bleiben keine Fragen offen. Allerdings habe ich die Befürchtung, dass sich nicht viele Jugendliche für diese Thematik interessieren werden. Aber wer abseits der ganzen Thriller und Krimis Lust auf eine abwechslungsreiche Geschichte hat, der ist hier richtig aufgehoben.

Kommentar:

Gudrun Heller hat zwar schon immer hin und wieder geschrieben, sich aber ansonsten in verschiedenen Büroberufen getummelt. Seit der Geburt ihrer Tochter im Jahr 2002 arbeitet sie als Tagesmutter für das Jugendamt. Da das „nur“ ein Teilzeitjob ist, hat sie glücklicherweise seitdem etwas mehr Zeit zum Schreiben. Die ersten Sachen wurden allerdings erst 2014 veröffentlicht.
Hauptsächlich schreibt sie Gedichte oder Kurzgeschichten, ab und zu mal eine Erzählung, seltener einen Roman.

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