Gastrezension: Der Comissaire kocht

Hintergrund:

Auf geht’s Team Captain Books! Wir haben den 02.08.2017 und der Rubel rollt unaufhaltsam weiter! Wir sind gemeinsam einsam. Heute stelle ich euch eine sehr tolle Gastrezension von Bianca vor. Sie hat sich mit ihrem Blog einen ganz persönlichen Traum erfüllt. Ihre Seite ProtagonistPlaces ist in einem sehr tollen Design gestaltet. Genau so wie wir lebt sie ihre Träume! Ich bin sehr dankbar drüber, dass ich sie für dieses Projekt gewinnen konnte. Seid doch bitte so lieb und schaut mal bei ihr vorbei 🙂

 

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ROWOHLT VERLAG, KRIMINALROMAN, 320 SEITEN, TASCHENBUCH, HIER BEIM VERLAG ANSEHEN!

INHALT

Colette Viard, die glückliche Gewinnerin der Kochshow „Le Grand Gourmet“ erfüllt sich mit dem Preisgeld, das sie erhalten hat, endlich einen lang gehegten Traum: Sie eröffnet ihr eigenes Restaurant. Zur Eröffnung ist unter anderem auch Kommissar Lucien Lefevre eingeladen. Der gemütliche Abend mit zahlreichen bekannten Gästen wird allerdings jäh durch einen schmerzerfüllten Schrei unterbrochen. Der bei vielen unbeliebte Restaurantkritiker Raul Da Silva liegt am Boden, ringt nach Luft – und stirbt kurze Zeit später vor der gesamten versammelten Gästeschar. Ein Alptraum für die ehrgeizige Colette Viard und ihr Restaurant. Schnell wird klar, dass das Opfer viele Feinde hatte. Doch reicht das aus, um zum kaltblütigen Mörder zu werden?

MEINUNG

Obwohl es sich bei diesem Buch um den bereits dritten Teil einer Krimi-Reihe handelt und ich die vorherigen Bände nicht kenne, kam ich sehr gut in die Geschichte. Die Eröffnungsfeier, die der Protagonist Lucien Lefevre mit seiner Freundin besucht, ist sehr authentisch, die Figuren, die dort auftreten und die wir so schon gleich zu Beginn kennenlernen, sind alle sehr schön und liebevoll gestaltet. Auch der Kommissar war mir von Anfang an sympathisch.

Der Tod des selbstverliebten und gefürchteten Raul Da Silva mausert sich natürlich (wie sollte es in einem Krimi anders sein) zum Dreh- und Angelpunkt aller Handlungen. Schnell ranken sich allerlei Gerüchte und Verschwörungen um den beinahe spektakulären Tod des Kritikers. Allerdings wurde ich im Verlauf dann doch etwas überrascht, denn die Ermittlungen laufen keinesfalls auf die typische und manchmal sehr trockene Art und Weise ab, wie man es aus diversen anderen Kriminalromanen kennt. Der Kommissar ist sehr menschlich, geht mit Verdächtigen und Angehörigen gleichermaßen respektvoll, aber aufmerksam um. Als Ermittler hat er mir daher sehr gut gefallen.

Im Mittelpunkt steht hier natürlich vor allem das Kochen. Frankreich als Schauplatz ist da natürlich unheimlich passend. Das Gericht, bei dessen Verkostung dem Opfer plötzlich die Luft versagt, ist nur der Anfang eines verworrenen und undurchsichtigen Pfads aus Intrigen und Egoismus. An manchen Stellen war mir das Leben des Restaurantkritikers Da Silva etwas zu beladen mit Klischees, zwischendurch konnte mich die Autorin dann allerdings doch wieder überraschen.

Überzeugen konnte die Autorin mit einem durchweg logischen Plot, der viel Recherche eingefordert haben muss und der alles in allem sehr stimmig ist. Das Ende war überzeugend und in meinen Augen bis kurz vor Ende nicht vorhersehbar, was einen guten Krimi natürlich ausmachen sollte.

 

FAZIT

Ein schöner Krimi mit einem sehr interessanten und einzigartigen Mordfall, dessen Aufklärung authentisch und doch sehr verzwickt ist. Wer einen grausamen oder gar blutrünstigen Krimi erwartet, der ist an dieser Stelle falsch, wer aber einen spannenden Roman mit einer Prise Mord und Ferienstimmung sucht, der kann mit unserem kochenden Kommissar Lefevre nichts falsch machen!

 

4,5 VON 5 BUCHHERZEN! ♥♥♥♥

 

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