Rezension: Besuchen sie mich, bin im Himmel

Hintergrund:

Dieses mal war ich eher zufällig beim „Eulenspiegelverlag“ unterwegs. Ich wusste nicht wonach ich suchen sollte. Eigentlich war es eher Zeitvertreib, einfach mal etwas stöbern und gucken, welche Bücher der Verlag so zu bieten hat.

Und dann ist mir der Titel „Besuchen sie mich, bin im Himmel“ mit dem absolut kostbaren Cover mit dem Pferd mit Flügeln, welches aus einer Pfeife aufsteigt ins Gesicht gesprungen. Eigentlich ist das Buch eher untypisch für mich. Aber das Cover hat mich dermaßen angelächelt, dass ich nicht anders konnte…

Inhalt:

9783359017004Stellen Sie sich vor, Sie wären zum Tee bei Richard Wagner, bei Charles Darwin, bei Theodor Fontane eingeladen! Und die Ehrfurcht verschlägt Ihnen nicht die Sprache, sondern Sie kommen mit diesen Genies ins Gespräch, dürfen sich in ihre geistigen Welten, ihre Konflikte vorfragen! Dieses Fantasiespiel, diese Reise in Denkwelten hat Hans-Dieter Schütt gewagt. Acht Schriftsteller, ein Naturforscher, zwei Komponisten – elf große Geister des 18. und 19. Jahrhunderts besucht er. Ihnen allen ist eines gemeinsam: Sie sind in ihrem Lebenswillen maßlos, sie leiden an ihrer Zeit, sie anerkennen die Grenze jener Konventionen nicht, die den Eigensinn und den Geist der Revolte erdrücken. Weil sie einen Anspruch haben, kennen sie das Scheitern; indem sie das Scheitern herausfordern, sind sie uns – über alle Zeiten hinweg – gegenwärtig geblieben.

Interviews mit:

Anton Tschechow
Heinrich von Kleist
Friedrich Schiller
Georg Büchner
Robert Schumann
Fjodor Dostojewski
Richard Wagner
Arthur Rimbaud
Charles Darwin
Jean Paul
Theodor Fontane

Fazit:

Ein Spiel. So alt wie der Spielverderber, der es – erfand: der Tod.

Die einzelnen Kapitel haben eine sehr angenehme Länge, sodass man das Buch ab und an pausieren und bei Lust und Laune weiterlesen kann. Ebenso finde ich den Schreibstil sehr gut. Die Antworten der toten Genies wurden mit Zitaten aufgefrischt, sodass die Antworten doch authentisch wirken.

In manchen Augen sind die Toten wie „Schiller“ nur anstrengende Persönlichkeiten, mit denen man sich nur sehr schwer auseinandersetzen kann. Dem Autor ist es gelungen durch kurze Antworten die Vergangenheit auf den Punkt zu bringen.

Der einzige kleine Kritikpunkt der mir zu diesem Buch einfällt ist, dass der Autor ausschließlich männliche Figuren ausgewählt hat. Ich hätte mich sehr über Frauen wie Anne Frank oder Marlene Dietrich gefreut.

Doch insgesamt ist dieses Buch empfehlenswert, besonders für Bahn- oder zu lange Autofahrten. Oder dann, wenn man etwas nachdenklich ist und sich von der Realität ablenken will.

Kommentar:

Hans-Dieter Schütt, geboren 1948, Journalist und Kritiker. Schütt ist Herausgeber und Autor von Büchern u. a. über Kurt Böwe, Inge Keller, Klaus Löwitsch, Reinhold Messner, Alfred Hrdlicka, Frank Castorf, Gerhard Gundermann, Sahra Wagenknecht, Regine Hildebrandt, Ursula Karusseit, Thomas Langhoff und Rüdiger Nehberg.

 

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