Rezension: Ein Diktator zum Dessert

Hintergrund:

Auch dieses Mal ist mir dieses Buch in der Bibliothek direkt in die Augen gesprungen. Ist ja auch kein Wunder bei dem außergewöhnlichen Cover. Aber mich hat dieses Buch besonders wegen der prekären Lage zwischen Deutschland und der Türkei fasziniert. Von daher war ich sehr gespannt auf das Buch und hoffte auf eine unterhaltsame Reise.

Inhalt:

Ein Diktator zum Dessert von Franz-Olivier Giesbert

Rose ist 105 Jahre alt, eine begnadete Köchin mit einem kleinen Restaurant in Marseille. Sie hat den Genozid an den Armeniern, die Schrecken der Nazizeit und die Auswüchse des Maoismus erlebt. Deshalb hat sie vor nichts und niemandem mehr Angst. Für den Fall, dass ihr jemand blöd kommt, trägt sie immer einen Colt in der Tasche. Sie lässt sich von Mamadou, ihrem jugendlichen Gehilfen im Restaurant, auf dem Motorrad durch Marseille kutschieren, hört Patti Smith, treibt sich im Internet auf Singlebörsen herum und denkt auch im biblischen Alter immer nur an das Eine. Und sie meint, dass sie nun alt genug ist, ihre Memoiren zu schreiben: Um das Leben zu feiern und die Weltgeschichte das Fürchten zu lehren.

Fazit:

Wow, ich war noch nie so fasziniert von einem Buch. Ich habe es an einem düsteren Tag, an dem es aus Eimern geschüttet hat angefangen zu lesen. Es hat mir den Tag definitiv verschönert. So geistreich und humorvoll. Ein muss für jeden der auf Tiefsinn und Galgenhumor steht.

Die Lebensgeschichte von Rose ist besonders interessant und abwechslungsreich. Man reist mit ihr durch eine Epoche, die von Krieg und Genozid geprägt ist und lernt dabei prägende Figuren der Geschichte näher kennen.  Allerdings ist das für meine Verhältnisse etwas zu dick aufgetragen, da sie zu viele Berühmtheiten näher kennen lernt.

Doch das stört nicht weiter, der Roman ist trotzdem rotz frech und erschreckend ehrlich. Alleine die Idee eine 105-jährige alte Köchin eine so bedeutsame Geschichte erzählen zu lassen finde ich bemerkenswert und auch besonders herausfordernd für den Autor. Und das lohnt sich wirklich!

Kommentar:

Franz-Olivier Giesbert, 1949 in Wilmington (USA) geboren, lebt seit seinem dritten Lebensjahr in Frankreich. Nach der Ausbildung zum Journalisten arbeitete er zunächst im Feuilleton von Paris-Normandie, bis er sich 1971 mit dem Nouvelle Observateur dem politischen Journalismus zuwandte. Von Daher ist es für mich kein Wunder, dass er sich an so einen Roman heran wagte!

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