Rezension: Die irre Heldentour des Billy Lynn

Hintergrund:

„Macht, Politik, Sex, Kommerz und die Dynamik des Krieges“, „Ein surrealer und völlig kranker Mischmasch aus Militarismus, Popkultur, amerikanischen Siegeswahn und Softporno“. Also wem bei diesen Worten nicht das Wasser im Mund zusammenläuft, der ist definitiv ein Freund von Geiz ist geil. Das Buch wirkt doch schon jetzt wie Sex mit Worten. Von daher ist es kein Wunder, dass ich bei diesem Buch nicht zwei mal überlegt habe, ob ich es lesen möchte oder nicht. Aber mal davon abgesehen, vielleicht bin ich auch nur ein Freund von guter Satire. „…Eine unerschrockene, witzige und freche Satire über die Art und Weise, mit der man in diesen Zeiten Kriege führt.“

Inhalt:

a1vq1oor-elBillys Bravo-Team ist gerade mal vier Monate im Einsatz gewesen, als es in einem spektakulären Gefecht eine feindliche Elitetruppe ausschaltete. Zufällig wurde der Kampf von einem Kamerateam der Fox-News festgehalten. Weltweit ausgestrahlt, machte das Video die Soldaten über Nacht zu Superhelden. Was lag näher für die Bush-Regierung als die Jungs heimzuholen und auf eine Victory-Tour durchs Land zu karren? Am letzten Tag dieser Tour erleben die jungen Soldaten wie wild gewordene Cheerleader sich darum reißen, mit den Jungs ihren Spaß zu haben, wie Reiche und Superreiche sich im Ruhm der jungen Krieger sonnen, wie Hollywood-Film-Produzenten schon mal am Skript der Story basteln. Ein Tohuwabohu medialer Übersteigerung und Massenhysterie…

Fazit:

Das Buch schlägt definitiv schon von Beginn an ein wie eine Bombe. Ziemlich vulgär und kontrovers, kein Wunder das dieses Buch ein New-York-Times-Bestseller ist.

Eigentlich traue ich mich gar nicht dieses Buch zu rezensieren, da es u.a. sehr politische Themen behandelt und sehr gesellschaftskritisch ist und ich mich nicht auf dünnem Eis bewegen möchte.

Jedoch ist es definitiv Sex mit Worten. Es lässt sich sehr gut lesen und regt sehr zum Nachdenken an. Es lässt einen aber auch erbarmungslos Lachen oder verdacht die Augenbraue hochziehen. Insgesamt kann man über das Buch sagen, dass es ein Gefühlstrip der besonderen Klasse ist.

Kommentar:

Ben Foutain ist in North Carolina geboren und praktizierender Jurist, sowie Literaturwissenschaftler. Von daher wundert es mich nicht, dass sich ein Jurist gesellschaftskritisch äußert. Mit seinem Buch „Billy Lynn’s Long Halftime Walk“ oder auch im deutschen durch Pieke Biermann übersetzt „Die irre Heldentour des Billy Lynn“ wurde Ben mit dem National Book Critics Circle Award ausgezeichnet.

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