Wissen: Erzählperspektiven

Autor und Erzähler:

Zu literarischen Texten gehören u.a. Romane, Erzählungen und Novellen. Das Geschehen wird jeweils von einer Erzählfigur, die vom Autor eingesetzt wird, präsentiert. Dabei kann die Erzählfigur die Gedanken des Autors wiederspiegeln, allerdings äußert der Autor oftmals auch die gegenteilige Meinung oder wählt gar das andere Geschlecht. Jedoch  darf selbst ein Ich-Erzähler nicht mit dem Autor gleichgesetzt werden.

Ich-Erzähler und Er-/ Sie-Erzähler:

Jede Geschichte wird aus einer bestimmten Erzählperspektive erzählt, die von dem Autor mit bedacht ausgewählt wurde. Entweder er setzt einen Erzähler ein, der aus der Ich-Perspektive berichtet oder er lässt eine Figur in der dritten Person Singular (er/ sie) zu Wort kommen. Wenn der Autor sich für dich Ich-Perspektive entscheidet, lässt er dem Leser unmittelbar an den Geschehnissen teilhaben. Es werden Gedanken und Gefühle der Person deutlich. Die Gefühle oder Gedanken anderer können nicht wahrgenommen und nur äußerlich beschrieben werden. Entscheidet sich der Autor jedoch für den Er-/ Sie-Erzähler ist die Erzählfigur nicht in die erzählte Welt integriert. Dabei steht die Erzählfigur außerhalb und tritt hinter den Geschehnissen zurück, sodass der Leser ihn oftmals nicht konkret wahrnimmt. Der Er-/ Sie-Erzähler kann in andere Personen hinein schauen und deren Gedanken und Gefühle wiedergeben.

Erzählverhalten:

Der Autor setzt eine Erzählfigur ein und legt deren Perspektive fest, sowie den Blickwinkel auf die Geschehnisse. Werden die Geschehnisse so erzählt, als sei man direkt dabei gewesen, so spricht man von einen personalen Erzähler. Der personale Erzähler steht in mitten der Ereignisse und nimmt dabei die Sichtweise vieler an. Werden die Geschehnisse aus weiter Entfernung geschildert, spricht man von einem neutralen Erzähler. Ereignisse werden objektiv und nicht subjektiv wiedergespiegelt. Hat sich die Erzählfigur soweit von den Geschehnissen entfernt, dass er damit spielerisch umgehen und es ebenso wiedergeben kann, spricht man von einem auktorialen (allwissend, olympisch) Erzähler. Er gibt die Ereignisse so wieder, wie er es für sinnvoll hält. Genau so ist er von den Ereignissen völlig unabhängig und tritt er kommentierend oder wertend auf.

 

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